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7. October 2018 — 5 Minuten Lesezeit

Chicago und sein architektonisches Vermächtnis – Daten, Zusammenarbeit und Projektion

Wussten Sie, dass das erste Hochhaus der Welt in Chicago erbaut wurde? Und dass Chicago seit dem 20. Jahrhundert die Entwicklung der Architektur weltweit beeinflusst?

Four Zero One, eine Kreativagentur aus London, wurde damit beauftragt, das architektonische Vermächtnis Chicagos durch interaktive 3D-Projektionskartogafie für den neuen Standort des Chicago Architecture Center zu erfassen.

Hier erfahren Sie, wie Four Zero One dieses Projekt umgesetzt hat.

Chicago und seine Rolle in der Architektur

Chicago wird auch die „Windige Stadt“ genannt und wurde 1830 am südwestlichen Ufer des Michigansees von weniger als 200 Siedlern gegründet. Fertigung, Bankwesen, Handel und Kultur florierten bald und führten zu einem phänomenalen Wachstum. Doch es war der verheerende Brand von 1871, durch den die Stadt bekannt wurde und der als Auslöser für ihren heutigen Status als Architektur-Ikone fungierte: Das Feuer schlug eine über sechs Kilometer breite Schneise durch die Stadt; 100.000 Menschen wurden obdachlos und 17.500 Gebäude zerstört. Innerhalb von wenigen Tagen ging ein Drittel des Reichtums der Stadt in Flammen auf. Chicago ließ sich allerdings nicht unterkriegen. Architekten strömten scharenweise nach Chicago, die Stadt wurde wiederaufgebaut und erstrahlte in neuem Glanz. Das ebnete den Weg für Chicagos neue Rolle als Vorreiter im Bereich Architektur.

Mit einigen der höchsten Gebäude der Welt wie dem Willis Tower (ehemals Sears Tower, 442 m) und 875 North Michigan (ehemals John Hancock Center, 343 m) sowie als Hauptsitz einiger der gefragtesten Architekturfirmen ist Chicago auch heute noch ein architektonisches Mekka. Four Zero One stand vor der anspruchsvollen Aufgabe, das Chicago Architecture Center dabei zu unterstützen, diese Geschichte für die nächste Generation aufzubereiten.

Die Entstehung einer interaktiven Architektur-Ausstellung

Das Chicago Architecture Center (CAC) wollte etwas Eindrucksvolles schaffen und Besuchern die Stadt auf eine ganz neue Art und Weise präsentieren. Das Center bietet Besuchern bereits eine grandiose Bootstour durch Chicago, doch die Menschen sollten in das neue Zuhause des CAC gelockt werden, um sich mit dem architektonischen Vermächtnis der Stadt auseinanderzusetzen.
„Dank unserer Arbeit mit NLA (New London Architecture) in London wurden wir eingeladen, an diesem Projekt mitzuarbeiten. Es spielte keine Rolle, dass sich unser Studio in London befindet, denn Kollaborationstools wie Dropbox Business und Skype ermöglichen eine problemlose Zusammenarbeit trotz unterschiedlicher Standorte. Inzwischen ist die Eignung einer bestimmten Firma für ein Projekt einfach relevanter als ihr geografischer Standort“, sagt Matt Quinn, Creative Director von Four Zero One. „Das CAC wollte etwas Neues und Interaktives schaffen, das einen bleibenden Eindruck hinterlassen würde. Wir haben uns also ein paar Dinge überlegt, mit deren Hilfe sich Besucher auf eine ganz neue Art mit der Stadt auseinandersetzen können.“

In der neuen Chicago Gallery können sich Besucher interaktiv mit einem eindrucksvollen Maßstabsmodell der Stadt (mit über 4.000 Gebäuden) beschäftigen. Unter anderem können sie einen detailreichen Film ansehen, in dem die architektonische Entwicklung der Stadt mithilfe von 3D-Projektionskartografie direkt auf die Oberfläche des Modells projiziert wird. „Für die Arbeit mit dem CAC haben wir alle Daten zur Stadt ausgewertet, die wir finden konnten. Dabei haben wir vor allem nach Informationen gesucht, die für Besucher besonders interessant sein könnten, zum Beispiel wie schnell sich der große Brand von Chicago seinerzeit ausgebreitet hat und welchen Weg er nahm. Die Mitarbeiter des CAC haben den Kontakt zu den entsprechenden Leuten in Chicago hergestellt, die uns präzise Datenquellen nennen konnten“, erzählt uns Quinn. „Sobald wir diese Daten ausgewertet hatten, haben wir daran gearbeitet, Trends und Entwicklungen zu finden, die wir auf interessante Art und Weise grafisch umsetzen konnten, damit Besucher schnell nachvollziehen können, welche entscheidenden Kräfte in einer so dynamischen Stadt wie Chicago wirken. Uns war klar, dass wir unser Ziel am besten durch den Einsatz einer Reihe von Projektoren erreichen würden, mit denen wir diese Daten visuell aufbereiten und direkt auf das Modell der Stadt projizieren konnten.“

„Wir wollten zeigen, wie das große Feuer die Stadt verwüstet hat. Die Besucher sollten eine realistische und fesselnde räumliche Vorstellung davon erhalten, was während des Brandes mit der Stadt geschah und wie ihre anschließende Wiedergeburt vonstattenging“, fährt Quinn fort.

Zusammenarbeit mit dem Chicago Architecture Center

Ein Projekt von diesen Ausmaßen umzusetzen erfordert eine enge Zusammenarbeit und große Anstrengungen vieler Beteiligter auf der ganzen Welt. „Dermaßen komplexe Projekte zeichnen sich durch ein ständiges Hin und Her zwischen Designern und Kuratoren aus. Und das ist auch notwendig, um die Ausstellung optisch so interessant wie möglich für die Besucher zu gestalten“, erklärt Quinn weiter. „Obwohl unser Team in den sechs Monaten, die das Projekt dauerte, nur einmal in Chicago war, haben wir Tausende Gigabyte an Daten gesammelt und sortiert, zahllose Dateien für das CAC‑Team freigegeben und Hunderte von fertigen Inhalten in unseren Team-Ordner ‚Chicago Gallery‘ verschoben.“

Der neue Ausstellungsbereich des Chicago Architecture Center wurde am 31. August eröffnet. Informieren Sie sich über die Ausstellung oder kaufen Sie hier Tickets.

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