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3. May 2018 — 4 Minuten Lesezeit

Der Eurovision Song Contest: Kreativität und Zusammenarbeit teilen sich die Bühne

Der Eurovision Song Contest ist der am längsten regelmäßig laufende und im Fernsehen ausgestrahlte Musikwettbewerb aller Zeiten und hat seinen Zuschauern im Laufe der Jahre sowohl einige unvergessliche als auch ausgesprochen skurrile Momente beschert. Kaum ein Event feiert das Verschmelzen von Kreativität und Zusammenarbeit so sehr wie der ESC. Es dauert bis zu 10 Monate, dieses enorme Unterfangen auf die Beine zu stellen und mit der Energie von Tausenden kreativen Köpfen eine Show für mehrere hundert Millionen Zuschauer zu konzipieren. „Stellen Sie sich vor, Sie würden jedes Jahr ein neues Startup gründen“, so Ola Melzig, Head of Production für den Eurovision Song Contest. „Dafür brauchen Sie ein zentrales Management-Team und verschiedene Teams für Marketing, Personal und Technik. Wir sind eine riesige Organisation, bestehend aus Leuten, die aus der ganzen Welt zusammenkommen, um diesen gigantischen Wettbewerb auf die Beine zu stellen.“

Der Eurovision Song Contest 2018 wird in Lissabon stattfinden und ist bereits die 63. Ausgabe dieses jährlichen bombastischen Ereignisses. Aus der Taufe gehoben wurde er 1955 in Monaco, als Marcel Bezençon, Direktor der Europäischen Rundfunkunion (EBU), seinen Kollegen von seiner Idee erzählte. Das Musikfestival von Sanremo, ein beliebter Gesangswettbewerb in Italien, inspirierte Bezençon dazu, der EBU ein ähnliches Event vorzuschlagen. Im Mai 1956 fand der erste Wettbewerb im schweizerischen Lugano statt und wurde von den Schweizern gewonnen. Seit seiner Entstehung vor über 60 Jahren hat der Eurovision Song Contest allerdings so manche Veränderung durchlaufen.

„Seit August letzten Jahres bin ich in Lissabon, um bei der Organisation und Produktion des Wettbewerbs zu helfen“, so Melzig weiter. „Mein Aufgabengebiet umfasst alles, was innerhalb der Absperrungen beim Wettbewerb passiert, und noch viel mehr – angesichts der Größenordnung des Events ist das nicht verwunderlich.“ Im Jahr 2000 begann Melzig, als technischer Manager für Licht- und Gerüsttechnik beim damals noch unter der Bezeichnung „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ stattfindenden Wettbewerb zu arbeiten. Seitdem hat er an jedem einzelnen Produktionselement des Wettbewerbs mitgearbeitet, bevor er 2017 zum Production Manager für die Show in der Ukraine befördert wurde.

„Neben dem eigentlichen Wettbewerb gibt es noch quasi ein ganzes Dorf und zusätzliche Events, die die Hauptshow an organisatorischem Aufwand beinahe übertreffen”, erklärt Melzig. „Es gibt ein Pressezentrum für 1.600 Journalisten; ein Konferenzzentrum für ca. 500 Menschen und für all die Sponsoren haben wir das Euro Village mit eigener Bühne und Shows. Außerdem gibt es einen Live-Club für das Event, seine Landesvertreter und Teams. Und dann natürlich noch die Eröffnungszeremonie. Das alles will gut organisiert sein, was ohne eine gemeinsame Leistung aller Beteiligter kaum zu schaffen wäre.“

Der Wettbewerb beruht auf Zusammenarbeit und Kreativität: Wo sonst kommen alle Länder Europas zusammen, um für einen Song im Rampenlicht zu stehen und den anderen Teilnehmern ihre Kultur ein wenig näherzubringen? Sobald die Länder ihre Auftritte festgelegt haben, geht es erst richtig los. „Wir haben geniale Teams, die sich um die Auftritte kümmern“, sagt Melzig. „Sie unterstützen die Landesvertreter bei der Beleuchtung und Pyrotechnik, bei den Requisiten, beim Bühnendesign, bei den Projektionen – kurz gesagt bei allem, was sie für ihre drei Minuten auf der Bühne brauchen. Diese Teams müssen gut zusammenarbeiten, damit für alle 43 Beiträge ein perfekter Ablauf sichergestellt ist. Es ist sehr viel Arbeit, aber ich weiß, dass es ihnen allen auch wahnsinnig viel Spaß macht.“

Ein Wettbewerb dieser Größenordnung wird auf der ganzen Welt verfolgt, daher spielen diese drei Minuten auf der Bühne für jeden einzelnen Interpreten eine überaus wichtige Rolle. „Wir beginnen unsere Arbeit mit den Landesvertretern bereits im Januar, sobald sie die Interpreten ausgewählt haben“, so Melzig. „Wir engagieren lokale Musiker, um die Beiträge der Landesvertreter aufzuführen, damit sich diese im Vorfeld in Bild davon machen können, wie ihr Auftritt auf der Bühne wirken wird. Anschließend arbeiten sie gemeinsam daran, dem jeweiligen Auftritt den letzten Schliff zu verpassen. In diesen Momenten kommt die enorme kreative Energie aus ganz Europa richtig zum Vorschein.“

2016 haben sich ca. 204 Millionen Menschen mindestens eine der drei Shows ganz oder zumindest teilweise angesehen. Dieses Event bringt Menschen zusammen und lebt von der Zusammenarbeit und Kreativität von Tausenden Beteiligten, die gemeinsam ein Spektakel für Millionen von Zuschauern auf der ganzen Welt kreieren.

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