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11. November 2018 — 6 Minuten Lesezeit

Maschinelle Intelligenz bei Dropbox: Neues vom DBXi-Team

Es kommt immer mehr Unruhe in den Berufsalltag. Ständig werden wir mit E-Mails, SMS und Benachrichtigungen von diversen Apps und Plattformen zugeschüttet, die unsere Konzentration stören. Eine Flut an Dokumenten, Tabellen, Präsentationen, Videos und Bildern verlangt nach unserer Aufmerksamkeit. Branchenforscher haben ermittelt, dass Mitarbeiter größerer Organisationen im Durchschnitt 36 Clouddienste beruflich verwenden, einschließlich Produktivitäts-, Projektmanagement- und Kommunikationstools sowie Speicherlösungen. Das alles wird Arbeitnehmern inzwischen häufig zu viel – und genau da kommt maschinelle Intelligenz ins Spiel.

Was ist überhaupt „maschinelle Intelligenz“?

Wenn wir bei Dropbox von maschineller Intelligenz sprechen, meinen wir angewandtes maschinelles Lernen in jeglicher Form, von der einfachen linearen Klassifizierung bis hin zum modernsten Deep-Learning-Netzwerk. Unser erstklassiges Team von Machine-Learning-Experten arbeitet schon seit Jahren hinter den Kulissen an der Verbesserung unserer Plattform. Als Erstes befasste sich das Team mit der Bilderkennung, die unseren Nutzern bei der Verwaltung der Massen an Fotos hilft, die sie bei uns speichern. Da viele dieser Fotos auch Text beinhalten, haben wir in mobiles Dokumentenscanning und unsere eigene OCR-Technologie (optische Zeichenerkennung) investiert, damit Nutzer ihre Inhalte im Handumdrehen einscannen und wiederfinden können. Durch die Kombination altbewährter Technik für maschinelles Sehen mit fortschrittlichen Deep-Learning-Methoden ist es uns gelungen, eine mobile Lösung für die Fotoverarbeitung zu entwickeln, die den Vergleichsprodukten von der Stange in Sachen Schnelligkeit und Genauigkeit einiges voraushat.

Da Dropbox-Nutzer vor allem Textdokumente auf unserer Plattform speichern, steht auch die Suchfunktion bei der Weiterentwicklung des maschinellen Lernens für uns im Vordergrund. Wie wir bald in einem weiteren Beitrag erläutern werden, haben wir unsere Infrastruktur entsprechend von Grund auf überarbeitet, damit unsere Nutzer in den Milliarden von Inhalten, die sie uns anvertrauen, schneller zu passenderen Treffern kommen. Durch unsere differenzierten Freigabeberechtigungen greift jeder Nutzer bei der Suche auf einen anderen Fundus an Dokumenten zu. Eine solche Personalisierung können reguläre Online-Suchmaschinen kaum leisten. Maschinelles Lernen hingegen sorgt dafür, dass die Suchergebnisse unserer Nutzer sogar entsprechend ihrer Relevanz gekennzeichnet werden können – so erhalten sie beispielsweise einen Überblick über Dateien mit neuen Kommentaren oder solche, die erst kürzlich von Teammitgliedern aufgerufen wurden.

Mit jeder Innovation unserer Produkte machen wir unseren Kunden das Leben ein Stück leichter. Trotzdem suchen wir weiterhin nach Möglichkeiten, ihnen Arbeit abzunehmen, damit sie sich besser konzentrieren und in ihren Flow finden können. Noch müssen sie oftmals viel Energie aufwenden, um mit der Technik mitzuhalten. Um das zu vermeiden, möchten wir die Tools, mit denen unsere Nutzer arbeiten, intelligenter machen. Darum gehen wir an unsere gesamten Produkte und Oberflächen im Hinblick auf das maschinelle Lernen heran. Dieses Vorgehen bezeichnen wir als Dropbox Intelligence Initiative (DBXi). Wir freuen uns, Ihnen etwas darüber berichten zu können.

Welches Ziel haben wir uns gesetzt?

Wir sind der Ansicht, dass wir die Arbeit an sich durch maschinelle Intelligenz verbessern können. Um optimale Teamarbeit in Organisationen zu garantieren, muss zu allererst dafür gesorgt werden, dass alle Mitarbeiter ungestört ihre eigenen Aufgaben erfüllen können. Natürlich sind einige technische Hürden zu überwinden, wenn wir intelligente Arbeitsplätze schaffen wollen. Aber neue Erkenntnisse zu Produkten und Entwicklungen motivieren uns. So hat unser Team jahrelang daran geforscht, wie die Verbreitung von SaaS- und Mobile-Anwendungen die Arbeitsweise und Teamführung von Wissensarbeitern beeinflusst hat.

Dabei haben sich drei Aktivitäten herauskristallisiert, auf die viel zu viel Arbeitszeit entfällt:

  • Organisation: Das Arbeitsmaterial und Cloudinhalte sind über verschiedene Speicherorte verteilt. Das führt dazu, dass Mitarbeiter viel zu lange suchen müssen, bevor sie mit der eigentlichen Arbeit beginnen können.
  • Kontextualisierung: Es ist schwierig, Inhalte mit dem dazugehörigen Informationsaustausch zu verbinden. Da sich der Kontext immer wieder ändert, werden Mitarbeiter ständig geistig gefordert, bis sie kaum noch klar denken können. Das kann zu Stress und Burnout führen.
  • Schwerpunktsetzung: Das Material ist so weit verstreut und so fragmentiert, dass sich nur schwer erkennen lässt, was wirklich wichtig ist.

Diese Faktoren stören die Konzentration aller Teammitglieder und spielen daher im Berufsalltag eine immer wichtigere Rolle. Mit unseren Lösungen möchten wir Abhilfe schaffen.

Wie geht es weiter?

Die Animation oben zeigt einen Ansatz für ein innovatives Nutzererlebnis, mit dem sich unser DBXi-Team zurzeit befasst. In diesem Prototyp haben wir die bisherige Desktop-Oberfläche zur Darstellung von Synchronisierungsstatus und Benachrichtigungen gegen eine dynamischere Variante ausgetauscht, bei der die für den Nutzer wichtigsten Arbeiten in Dropbox intelligent hervorgehoben werden.

Die relevanten Inhalte, die wir unseren Nutzern vorschlagen, ermitteln wir über einen nutzerspezifischen Graphen, der Personen, Inhalte und Aktivitäten verbindet, wobei die Nutzerdaten laufend geschützt bleiben. Es muss sich dabei nicht ausschließlich um Dateien handeln, sondern es werden auch andere Inhalte wie Google Docs und die Zusammenarbeit in E-Mails, Messaging-Apps und Kalendern berücksichtigt, die Nutzer mit Dropbox verknüpft haben. Alle diese Inhalte können in dieser Ansicht durchsucht werden. Um die Oberfläche übersichtlich zu halten, zeigen wir den Nutzern im personalisierten Feed vorwiegend Benachrichtigungen und Inhalte im Zusammenhang mit Ereignissen auf ihrem Kalender. Dateien und zusammenarbeitsrelevante Informationen werden unabhängig von ihren Speicherorten hier zusammengefasst, sodass die Nutzer direkt auf wichtige Projekte hingewiesen werden und mit nur einem Klick zu den relevanten Inhalten gelangen.

Bei diesem Prototyp handelt es sich um eine von vielen intelligenten Oberflächen, die wir zurzeit testen. Die Graphen und Modelle, die wir für unsere Produkte und Suchfunktionen erstellen, können in der Regel auch für andere Oberflächen und Features verwendet werden. Durch die Skalierung unserer internen Plattform für maschinelle Intelligenz sorgt das DBXi-Team dafür, dass all unsere Techniker von dessen Arbeit profitieren und verschiedene Modelle auf intelligente Funktionen, verbesserte Suchfunktionen und andere Optimierungen hin verändern und prüfen können. Durch diese Skalierbarkeit sind unsere Produktmanager und -designer in der Lage, flexibel zu experimentieren und Neues auszuprobieren.

Wir stehen vor wichtigen technischen Aufgaben, die es zu lösen gilt. Wenn wir damit Erfolg haben, werden wir intuitive Benutzeroberflächen, blitzschnelle Reaktionszeiten, branchenführende Prognosen und Datenschutz von höchster Qualität anbieten können. Möchten Sie uns helfen, den intelligenten Arbeitsplatz von morgen einzurichten? Wir stellen ein!

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