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27. April 2018 — 6 Minuten Lesezeit

Mit 5 Fragen die Zusammenarbeit verbessern

Jeder arbeitet auf ganz unterschiedliche Weise. Je besser Sie Ihre Teammitglieder kennen und ihre einzelnen Arbeitsmethoden verstehen, desto besser klappt es mit der Kollaboration. Stellen Sie sich die folgenden fünf Fragen, wenn Sie an effektiver Teamarbeit interessiert sind:

1. Wie ist Ihr Arbeitsstil?

Während meiner Zeit als Senior Writer bei einer Agentur traf sich mein Kreativteam regelmäßig zum Brainstorming für neue Werbekampagnen. Die meisten meiner Kollegen konnten am besten gemeinsam in der Runde arbeiten, aber ich brauchte immer erst etwas Zeit für mich, bis der Prozess bei mir ins Rollen kam. Darum bin ich meistens spazieren gegangen, sobald das kreative Briefing anstand, und habe meine Ideen auf Karteikärtchen notiert. Mit ein paar vorbereiteten Konzepten in der Tasche konnte ich viel entspannter ins Meeting gehen und mehr zum Gruppengespräch beitragen.

Unser Creative Director fragte mich einmal nach meinem Vorbereitungsritual, um meinen Arbeitsstil besser verstehen zu können. Anschließend plante er sogar zusätzliche Zeit dafür ein. Mit dieser kleinen Anpassung war nicht nur mir geholfen, sondern auch meinem Team und unseren Kunden. Vielleicht können auch Sie Ihre Verfahrensweisen leicht verändern und somit deutlich verbessern, indem Sie einfach mal Ihre Kollegen fragen, was ihnen den Arbeitsalltag erleichtern könnte:

  • Sind Sie meistens als Erster fertig oder fangen Sie als Letzter an?
  • Sind Sie eher ein Teamplayer oder ein einsamer Wolf?
  • Welche Voraussetzungen wären für Sie ideal, damit Sie Ihre Deadlines einhalten können?
  • Auf welche Weise erhalten Sie am liebsten Feedback?
  • Mögen Sie das Rampenlicht oder bleiben Sie lieber im Hintergrund?

Sie können auch die Evaluierung vom Harvard Business Review verwenden, um herauszufinden, wie unterschiedliche Menschen auf ihre Weise denken und Informationen verarbeiten. Je besser Sie die Arbeitsmethoden Ihrer Kollegen verstehen, desto besser können alle miteinander Schritt halten und gemeinsame Ziele erreichen.

2. Wie ist Ihre Persönlichkeit?

Es ist ganz natürlich, dass wir von anderen Menschen erwarten, dass sie ähnlich sind und so arbeiten wie wir. Wenn das nicht der Fall ist, kann das manchmal ziemlich verwirrend und frustrierend sein. Mit einem Gespür für die Persönlichkeiten Ihrer Teamkollegen können Sie besser einschätzen, wie diese Kreativität entfalten, kommunizieren und zusammenarbeiten.

Persönlichkeitstests sind vielleicht nicht ganz wissenschaftlich, aber sie können Spaß machen und uns aufzeigen, inwiefern wir uns ähnlich sind und worin wir uns unterscheiden. Um gemeinsame Orientierungspunkte zu finden, laden Sie Ihre Kollegen zum Beispiel zu einem dieser beliebten Selbsttests ein.

Was Sie dabei übereinander erfahren, kann zu mehr Verständnis und Empathie füreinander führen. Vielleicht können Sie auf diesem Weg sogar die Stärken des Einzelnen ermitteln, um sie innerhalb der Gruppe gezielt einzusetzen.

3. Wann arbeiten Sie am effektivsten?

Eine Präsentation für 8 Uhr morgens anzusetzen ist nicht gerade sinnvoll, wenn der Vortragende erst gegen Mittag munter wird. Genauso unsinnig ist es, wenn ein Team seine wichtigste kreative Leistung während des Nachmittagstiefs erbringen soll – oder vielleicht auch nicht! Aktuelle Forschungen zeigen uns nämlich das Paradoxon der Inspiration auf: Wir sind am innovativsten und kreativsten, wenn wir gerade nicht in Hochform sind.

Die Zeiten, in denen wir uns am fittesten fühlen, sollten wir für Aufgaben nutzen, die eine Herausforderung darstellen und viel Aufmerksamkeit erfordern. Sie eignen sich nicht für Erkenntnisprobleme, für die wir über den Tellerrand hinausschauen müssen. Morgenmenschen sind tatsächlich abends am kreativsten, und Nachteulen gewinnen eher morgens neue Erkenntnisse.

Fragen Sie Ihre Kollegen, wann sie sich besonders produktiv fühlen, und berücksichtigen Sie das Paradoxon, indem Sie die „Herausforderungs“- und „Kreativ“-Stunden so einteilen, dass jeder seine beste Leistung erbringen kann.

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4. Wer sind Ihre Vorbilder?

Die Vorbilder eines Menschen verraten viel über die Gebiete (z. B. Geschichte, Unterhaltung oder Politik) und Archetypen (z. B. Superheld, Forscher oder Erfinder), mit denen sich die- oder derjenige identifiziert. Was würden Sie von der Kollegin in der Buchhaltung halten, wenn Sie wüssten, dass ihr großes Vorbild Helene Fischer, Elastigirl, Angelique Kerber oder Alice Schwarzer ist? Das wäre ein charmanter Orientierungspunkt, der Ihnen helfen würde, Gemeinsamkeiten zu finden und ihre Stärken in die Zusammenarbeit einfließen zu lassen. (Elastigirl, zum Beispiel, wäre sicherlich flexibel bei der Budgetplanung.)

Finden Sie nicht nur heraus, wer die Vorbilder Ihrer Teamkollegen sind, sondern auch, was sie genau an ihren Idolen bewundern. So bekommen Sie einen Eindruck davon, welches Bild Ihre Mitarbeiter von sich selbst haben. Eine weitere Möglichkeit, Archetypen spielerisch zu entdecken, sind kulturelle Vergleiche, mit denen jeder im Team etwas anfangen kann, zum Beispiel:

  • In welches Hogwarts-Haus würden Sie gehören?
  • Mit welchem Star Wars-Charakter identifizieren Sie sich?
  • Welche Figur aus Die drei ??? wollten Sie immer sein?

5. Was ist Ihre Kathedrale?

In meinem Buch Fierce on the Page erzähle ich die Parabel eines Reisenden im Mittelalter, der auf einen arbeitenden Steinmetz trifft. Er fragt: „Was tust du da?“ Der Mann, der müde und unglücklich aussieht, antwortet: „Das siehst du doch. Ich verlege Steine. Dabei habe ich Rückenschmerzen und kann es kaum erwarten, endlich fertig zu werden.“

Der Reisende zieht weiter und trifft auf einen zweiten Steinmetz. „Was tust du da?“, fragt er. „Ich baue eine Mauer“, antwortet der Steinmetz. „Dank dieser Arbeit kann ich meine Familie ernähren.“

Der Reisende geht weiter und trifft auf einen dritten Steinmetz, der scheinbar das Gleiche tut wie die anderen beiden. Er fragt auch diesen: „Was tust du da?“ Der Mann richtet sich auf. Strahlend blickt er zum Himmel auf und breitet die Arme aus. „Ich baue eine Kathedrale“, antwortet er.

Diese Geschichte zeigt, dass auch in einem Team, in dem eigentlich alle die gleiche Arbeit machen, jeder Einzelne mit einer anderen Motivation herangeht. Je besser wir diese verstehen und miteinander verbinden, desto eher können wir eine Kathedrale bauen, die uns alle inspiriert. Fragen Sie Ihre Teamkollegen:

Stellen Sie sich diese Fragen auch selbst. Wenn Sie sich Ihres eigenen Arbeitsstils, Ihrer Vorlieben und Neigungen bewusst sind, können Sie diese auch besser mit denen Ihrer Kollegen vergleichen. So können Sie bei der Zusammenarbeit Ihre Bestleistung erbringen – und andere dabei unterstützen, das Gleiche zu tun.

Sage Cohen ist die Autorin von Ratgebern für Schriftsteller wie „Fierce on the Page“, „The Productive Writer“, „Writing the Life Poetic“ und der Gedichtsammlung „Like the Heart, the World“. 1997 gründete sie Sage Cohen Global und entwickelt seither Kommunikations-, Lern- und Befähigungslösungen, die Menschen und Unternehmen dabei helfen, neue und bessere Wege für sich zu entdecken.

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