Die Transformation des Bauwesens ist überfällig – und beschränkt sich nicht auf effektive Zusammenarbeit — Dropbox Business - Blog für Unternehmen

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17. December 2018 — 4 Minuten Lesezeit

Die Transformation des Bauwesens ist überfällig – und beschränkt sich nicht auf effektive Zusammenarbeit

Bauunternehmen stehen unter dem enormen Druck, komplexe Projekte in immer kürzerer Zeit möglichst kostengünstig fertigstellen zu müssen. Doch in 98 % der Fälle wird das Budget um bis zu 80 % überschritten und die Fertigstellung verzögert sich im Durchschnitt um ein Jahr. Das kann so nicht weitergehen.

Um herauszufinden, was die Lösung sein könnte, haben wir mit Neil Thompson gesprochen, dem Global Director of Digital Construction bei SNC-Lavalin. Die Herausforderungen der Branche sowie deren Lösungsmöglichkeiten sind dem ehemaligen Vorsitzenden des IET Digital Built Environment Board gut bekannt: Er war unter anderem an Bauprojekten wie dem Flughafen Heathrow und der digital gestützten Umgestaltung des Olympiastadiums nach den Olympischen Spielen in London 2012 beteiligt.

Digitalisierte Abläufe sorgen für Transparenz und Schnelligkeit

Flüssige Abläufe sind bei Bauprojekten schon lange eine Herausforderung. Doch laut Thompson gibt es Technologien, die eine pünktliche Fertigstellung durch bessere Zusammenarbeit im Unternehmen begünstigen. „Im Bauwesen existieren viel mehr Abhängigkeiten zwischen den Beteiligten als in anderen Branchen. Architekturbüros, Zulieferer, Auftragnehmer und Bauarbeiter sind aufeinander angewiesen und schon eine geringe Verzögerung kann den ganzen Ablauf nach hinten verschieben.“

„Zeichnungen auf Papier waren immer ein Risikofaktor bei der Koordinierung von Projekten, die sich täglich verändern können“, so Thompson weiter. „Heute stehen uns digitale Tools für die Zusammenarbeit zur Verfügung, die für dieses Problem eine Lösung bieten.“

Durch die Digitalisierung können Abläufe beschleunigt und Fehler verhindert werden, die sonst auftreten, wenn im Alltag teilweise tausende Personen auf einer Baustelle arbeiten. „Die Digitalisierung hilft uns, kostspielige Fehler zu vermeiden, da sämtliche Informationen für alle Beteiligten einsehbar sind. So können wir außerdem sicherstellen, dass die gesamte Versorgungskette vom Entwurf bis zur Fertigstellung abgeglichen wird.“

Es ist nicht einfach, den perfekten Arbeitsablauf für ein Bauprojekt zu organisieren, an dem so viele Auftragnehmer, Zulieferer und andere Personen beteiligt sind. Thompson hat jedoch einige Ratschläge, wie Sie Ihre Zeit und Energie effizient nutzen können:

 

1. Richten Sie eine anwendungsübergreifende Plattform ein, auf der die Informationen fließen

„Einer der größten Vorteile digitaler Technologien ist ihre Integrierbarkeit durch APIs. Bauunternehmen können über Tools wie Autodesk und Dropbox und deren integrierte Funktionen mit Architekten, Ingenieuren und Auftragnehmern zusammenarbeiten“, so Thompson. „Richten Sie eine Plattform ein, auf der die Informationen nicht von einem Dokument in ein anderes, sondern von Anwendung zu Anwendung fließen. So können Sie cleverer, sicherer und schneller bauen.“

 

2. Berücksichtigen Sie Ihre Kunden beim Entwurf und beim Bau

„Ihre Kunden können sehr vielfältig sein. Machen Sie sich ein Bild davon, für wen Sie Ihr Projekt wirklich bauen“, rät Thompson. „Wenn Sie zum Beispiel ein Krankenhaus bauen, ist Ihr Auftraggeber zwar der Krankenhausträger, aber entwerfen sollten Sie es für die Ärzte, die Patienten und das Pflegepersonal. Ein klares Bild von Ihren Kunden zu haben ist wichtig, um sinnvollere Entwürfe erstellen und besser bauen zu können.“

 

3. Erarbeiten Sie den Ablauf gemeinsam mit den Endnutzern

„Neue Abläufe und Technologien, die von oben vorgegeben werden, haben meist keine Aussicht auf Erfolg“, so Thompson. „Um Veränderungen zu bewirken, ist es viel besser, mit den Endnutzern zusammenzuarbeiten. Berücksichtigen Sie ihre Anforderungen und Bedürfnisse, um die Abläufe zu verbessern, und vermitteln Sie ihnen so gleichzeitig das Gefühl, dass ihre Meinung zählt.“

Zu guter Letzt gibt uns Thompson noch einen Rat: „Es herrscht der Irrglaube, das Bauwesen sei nicht innovativ und hinke dem digitalen Wandel hinterher. Das stimmt nicht. Unsere Mitarbeit an dem neuen Bahnprojekt unter London, die uns mit minimaler Störung der Anrainer gelang, beweist, wie innovativ unsere Branche ist. Durch Cloudtechnologie bieten sich uns noch mehr Innovationsmöglichkeiten. Suchen Sie zunächst nach einer Lösung für ein konkretes Problem und setzen Sie dort an, um weiter in die Digitalisierung zu investieren.“

Dank der Integration von Dropbox in wichtige Branchentechnologie bleiben Bauprojekte im Plan. Erfahren Sie mehr in unserem Video.

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