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26. September 2018 — 4 Minuten Lesezeit

Der Schutz des Rechts auf Bildung durch Recherche und internationale Zusammenarbeit

Bildung ist kein Privileg, sondern ein Menschenrecht, und steht somit jedem Menschen ohne jegliche Diskriminierung zu. Erica Murphy, Human Rights Researcher bei der Right to Education Initiative (RTE), setzt sich für dieses Recht ein. Sie unterstützt Länder dabei, die rechtlichen Voraussetzungen umzusetzen und das Menschenrecht auf Bildung für jeden wahr werden zu lassen.

Murphy berichtet: „RTE ist eine kleine Menschenrechtsorganisation, die auf Basis der bestehenden Gesetze mit Regierungen und der Zivilgesellschaft daran arbeitet, allen Menschen Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung zu ermöglichen.“ Am Welttag der humanitären Hilfe hat Murphy uns erklärt, wie Organisationen zusammenarbeiten, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

„Ich befasse mich hauptsächlich mit rechtlicher Recherche“, erzählt sie. „Das klingt zwar sehr trocken und weit entfernt davon, den weltweiten Schutz der Menschenrechte durchzusetzen, aber mein Beitrag ist wichtig. Bildung als Menschenrecht ist in der Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen verankert. Ich konzentriere mich darauf, wie die Staaten die rechtlichen Voraussetzungen umsetzen können.”

Ein aufreibender Job. Murphy reist um die Welt, um Seminare und Präsentationen zu halten. Sie besucht Orte, an denen die Menschenrechte nicht eingehalten werden. „Aktuell steht die Ukraine für uns im Fokus. Durch die Unruhen wurden dort seit 2014 über 740 Schulen beschädigt oder zerstört und 220.000 Kinder sind deswegen gezwungen, in einer Militärumgebung zu lernen. Um die Angriffe zu dokumentieren und die Geschichten der betroffenen Kinder und Lehrer zu erzählen, arbeiten wir mit Journalisten und Zivilorganisationen in der Ukraine sowie mit internationalen NGOs und den Vereinten Nationen zusammen.“

Die Kooperation mit so vielen Organisationen und Instanzen zur Förderung der Fortschritte vor Ort setzt ein hohes Maß an Teamwork voraus. „Zusammenarbeit ist alles für uns“, bestätigt Murphy. „Wir sind eine kleine Gruppe mit sehr spezifischer Ausbildung und Expertise. Als solche kollaborieren wir mit Organisationen weltweit in Netzwerken, um uns gegenseitig zu unterstützen. So profitieren wir alle – am meisten natürlich die Menschen, deren Rechte verletzt werden. Wir können unsere Arbeit den anderen Organisationen zur Verfügung stellen, kreativer sein und unsere Erfahrungen im Netzwerk austauschen. Die Praxis zeigt, dass Zusammenarbeit zu einer effektiveren Überwachung und Durchsetzung der Menschenrechte führt.“

Indem Menschen mit verschiedenen Fähigkeiten, Hintergründen und Fachgebieten zusammengebracht werden, kann RTE komplexe Probleme auf neue, innovative Art und Weise angehen. „Gerade experimentieren wir damit, wie wir verschiedene Datentypen – quantitative Daten, Aussagen, rechtliches und audiovisuelles Material – kombinieren können, um Menschenrechtsgeschichten zu erzählen“, so Murphy. „Es ist so unglaublich wichtig, Menschen nicht auf reine Statistiken zu reduzieren, die Auswirkungen und strukturellen Ursachen von Menschenrechtsverletzungen zu sehen und den Inhabern der Rechte eine Stimme zu geben. Mittels Technologie können wir die Brücke zwischen der Statistik und den Geschichten schlagen, die erzählt werden wollen. Wir können so eng wie nie zuvor zusammenarbeiten, Informationen austauschen und wirkungsvolle Wege finden, der Welt unser Anliegen mitzuteilen.“

Für Erica Murphy ist der Tag der humanitären Hilfe ein wichtiger Tag. Sie betont die weltweiten Fortschritte, die durch Technologie ermöglicht wurden, mit deren Hilfe Organisationen weltweit im Schulterschluss auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten können. „Der Tag ruft allen Regierungen und der internationalen Gemeinschaft ins Gedächtnis, dass jeder Mensch gewisse Rechte hat, auch im Krieg oder anderen Notsituationen“, erklärt sie. „Beim Menschenrecht geht es letztendlich darum, wie wir Menschen behandeln, und niemand sollte anders behandelt werden, nur weil er oder sie in Armut lebt oder in einem Krisengebiet. Zum Glück können wir effizienter denn je auf dieses Ziel hinarbeiten und es sind bereits bedeutende Fortschritte zu beobachten.“

„Wer sich für die Wahrung der Menschenrechte einsetzen möchte, sollte im persönlichen Umfeld beginnen“, ergänzt sie. „Menschenrechte fangen zu Hause an. Es geht darum, wie wir Menschen behandeln, wie wir mit Ungerechtigkeit umgehen und Menschen zur Verantwortung ziehen. Darum, wie wir uns für einen Wandel der Verhältnisse einsetzen. Man muss die Dinge nicht so akzeptieren, wie sie sind.“

Um mehr darüber zu erfahren, wie die Kooperation internationaler Organisationen zum Kampf gegen die Ungerechtigkeit beiträgt, lesen Sie, wie der Dropbox-Kunde Viva con Agua der Welt zu Wasser und sanitären Einrichtungen verhilft. Und lassen Sie sich nicht die großartige Geschichte unseres Kunden RET International entgehen, der sich für Jugendliche und Frauen in aller Welt einsetzt.

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