Wie die Grenzen zwischen „Home“ und „Office“ verschwimmen

Aktueller Artikel Home-Office: Bürozeiten neu definiert – wie die Grenzen zwischen ,,Home’’ und ,,Office’’ verschwimmen
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19. Mai 2020 — 7 Minuten Lesezeit

Home-Office: Bürozeiten neu definiert – wie die Grenzen zwischen ,,Home’’ und ,,Office’’ verschwimmen

In den acht Wochen, seit das Coronavirus unser Dropbox-Team aus dem Büro ins Home-Office getrieben und somit in alle Winde zerstreut hat, hat sich unglaublich viel in kürzester Zeit geändert.

Wir müssen unsere Meetings jetzt zwar räumlich getrennt abhalten und bleiben alle für uns, aber wir machen das Beste daraus! In diesem Zusammenhang wollten wir bei unseren Kollegen gerne nachhaken, wie sie mit dieser Herausforderung zurechtkommen, die fast alle Dropboxer noch auf unbestimmte Zeit vom Büro fernhält.

In diesem ersten Teil unserer neuen Reihe Home-Office möchten wir herausfinden, wie sich das Arbeiten von zu Hause auf das Konzept der „Büroarbeitszeit“ auswirkt und ob der Wegfall der Arbeitswege mehr Freizeit bringt oder einfach nur den Arbeitstag verlängert.

 

Die Grenzen zwischen „Home“ und „Office“ verschwimmen

Stacey Stevens Johnson, Director of Product & Partnership Communications bei Dropbox, erzählt uns, dass ihr Team im Moment rund um die Uhr arbeitet, damit alle internen und externen Beteiligten jederzeit über die neuesten Entwicklungen und die Rolle von Dropbox dabei Bescheid wissen.

„Unsere alten Regeln gelten nicht mehr“, sagt sie. „Wenn wir uns endlich an diese neue Realität gewöhnt haben, gehe ich davon aus, dass mein Tag wieder ein bisschen mehr Luft haben wird. Momentan fange ich zwar jeden Tag zur gleichen Zeit mit meiner Arbeit an, höre aber definitiv später auf.“

Stacey glaubt, dass das auch daran liegt, dass sie die Aufbruchsstimmung ihrer Kollegen um die Feierabendzeit herum nicht mitbekommt. So ist ihr manchmal gar nicht klar, dass tatsächlich schon Feierabend ist.

„Außerdem nutzen wir Slack permanent, sodass ich zu allen möglichen und unmöglichen Zeiten angepingt werde. Ich muss mich dann mehr oder weniger dazu zwingen, nicht direkt zu antworten“, erklärt sie. „Freizeit ist einfach nicht mehr so klar definiert. Ich habe natürlich in meinem Kalender meine Arbeitszeiten eingetragen, aber vielleicht sollte ich mich selbst auch etwas besser daran halten!“

Ein Gutes hat die Sache aber: Stacey kann mehr Zeit mit ihrer Tochter verbringen.

„Meine Tochter ist mein emotionaler Anker, und ich finde es toll, dass ich zwischendurch immer mal wieder fünf Minuten erübrigen und mit ihr spielen kann.“

Neben einem Vollzeitjob auch noch für sein Kind da zu sein, ist unglaublich schwierig, findet Stacey. „Aber meine Tochter hat mir immer so sehr gefehlt, wenn ich vor der Coronakrise ins Büro gegangen bin, dass ich jetzt vor allem dankbar bin, dass ich auch tagsüber mehr von ihr mitbekomme.“

Feierabend machen ist gar nicht so einfach, wenn einem langweilig ist 

Kate Sokolina, Product Analyst bei Dropbox, verrät uns, dass es ihr oft schwerfällt, abends Slack und ihr E-Mail-Programm zu schließen. „Im Büro melde ich mich am Ende des Arbeitstages immer von allen Anwendungen auf meinem Telefon und dem Computer ab“, sagt sie. „Jetzt verschwimmen die Grenzen da plötzlich viel mehr. Ich schaue manchmal nach Feierabend, ob ich irgendwas Schönes für unsere Social-Media-Kanäle finde, weil mir gerade langweilig ist – und ehe ich mich versehe, gehe ich noch meine weniger wichtigen Nachrichten durch, weil ich ja eh schon mal da bin.

Wenn mir langweilig ist oder ich mich rastlos fühle, gibt es immer irgendetwas Produktives zu tun, das oft sogar Spaß macht. Ich muss nur aufpassen, dass ich mich damit nicht außerhalb der Arbeitszeiten beschäftige – sonst bekomme ich am nächsten Tag sofort die Quittung, weil ich übermüdet bin. Also habe ich mich großzügig mit Puzzles, Büchern, Videospielen und Kochbüchern ausgestattet und auch eine passende Checkliste erstellt. Sie heißt „Wenn mir langweilig ist, kann ich …” und enthält eine Menge Ideen für Dinge, die ich am Abend tun kann – statt zu arbeiten. Das läuft bisher ganz gut, und ich habe mir fest vorgenommen, jeden Eintrag mindestens einmal abzuhaken!“

Das Tool bestimmt, wann der Arbeitstag vorbei ist

Joe Topasna, HR Project Manager bei Dropbox, hat seinen Tag absichtlich so gestaltet, dass er seine typischen Arbeitsstunden beibehalten kann. „Mein Arbeitsbeginn ist sogar viel besser planbar, seit ich mich nicht mehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln herumschlagen muss.

Ich nutze die Funktion ‚Arbeitszeit im Google Kalender, so wissen alle genau, ab wann ich nicht mehr erreichbar bin“, fügt Joe hinzu. „Die Tatsache, dass mein Team Kalendereinträge und Arbeitszeiten voll und ganz respektiert, hat ganz entscheidend dazu beigetragen, dass wir unsere Bürozeiten auch weiterhin einhalten können. Wir sind uns alle einig, dass unsere Tage einen festen Beginn und ein festes Ende haben sollten.“

Berufstätige Eltern im Dauerstress

Kate Kruizenga, People & Strategy Operations bei Dropbox, gibt zu bedenken, dass das Arbeiten im Home-Office zwar für manche Dropboxer mehr Zeit und Flexibilität bedeutet, sich für Eltern ohne eine Lösung für die Kinderbetreuung allerdings eher so anfühlt, als hätte man einen zweiten Vollzeitjob angenommen.

„Ich habe schon früher ein paar Tage die Woche [von zu Hause] gearbeitet und fand es wahnsinnig spannend, dass jetzt plötzlich alle ortsunabhängig arbeiten und so viele Strategien ersonnen werden, wie wir inklusiv arbeiten und die Gespräche auch über den Konferenzraum hinaustragen können. Da sind definitiv einige richtig tolle Ideen entstanden“, betont sie. „[Aber] wir sollten diese Zeiten [des Home-Office], auch wenn sie kreativ und wunderbar sind und uns Hoffnung machen, nicht zu sehr feiern.

Berufstätige Eltern befinden sich aktuell in einer ausweglos scheinenden Situation, und ein Ende ist momentan nicht in Sicht“, erläutert Kate. „Jedenfalls dann, wenn sie nicht nur von zu Hause arbeiten, sondern parallel auch noch ihre Kinder betreuen müssen. Wir haben nicht plötzlich mehr Zeit zur Verfügung. Stattdessen sind wir von 6 Uhr morgens bis Mitternacht auf den Beinen und versuchen, Arbeit und Kinderbetreuung irgendwie unter einen Hut zu bringen. Wir funktionieren nur noch und haben keine Zeit oder Kapazität für irgendetwas anderes als das Nötigste. Wir sind zu erschöpft, um kreativ zu sein, und in Zoom-Meetings gehören wir zu den Ersten, die einen virtuellen Hintergrund einstellen, damit niemand sieht, dass unser Kleinkind hinter uns gerade buchstäblich das ganze Zimmer zerlegt.“

Kate meint, dass die Arbeit von zu Hause unterm Strich sicher mehr Flexibilität zulässt, aber die Grenzen auch sehr leicht verschwimmen können oder sogar müssen – insbesondere für Eltern. „Wir sollten alle gegenseitig aufeinander aufpassen und dafür sorgen, dass keiner diese Last alleine tragen muss – und dabei nicht vergessen, dass die schlimmsten Fehler und Ausfälle auf Übermüdung und Burn-out zurückzuführen sind.

Ohne Kinderbetreuung von zu Hause zu arbeiten, ist angesichts dieser globalen Pandemie aber ein eher geringfügiges Problem. Dass wir alle gesund sind, mein Mann und ich jeder einen Gehaltsscheck bekommen und eine Weile lang flexibel sein können, ist etwas, wofür ich unglaublich dankbar bin.“

Mehr Schlaf und mehr Zeit mit der Familie, statt zu pendeln

„Ich brauche normalerweise ungefähr eine Stunde pro Strecke“, sagt Joe Topasna. „Da ich diese Zeit durch das Home-Office jetzt einspare, gönne ich mir eine halbe Stunde länger Schlaf und eine halbe Stunde, um mir in Ruhe Frühstück zu machen. Abends suche ich mir immer ganz bewusst mindestens einen Freund oder ein Familienmitglied aus, mit dem ich mich dann ungefähr eine Stunde lang im Videochat unterhalte.“

„Morgens genieße ich meinen Kaffee, frühstücke gemütlich mit der Familie und verbringe ein bisschen Extrazeit mit meiner Tochter“, sagt Stacey Stevens Johnson. „Es ist schön, sich morgens ein bisschen Zeit zu lassen und sich nicht direkt ins Getümmel zu stürzen.“

Kate Sokolina legt einen Teil ihres Arbeitswegs zu Fuß zurück. „Ich gehe also immer noch jeden Tag nach draußen und mache einen Spaziergang durch mein Viertel – nachdem ich eine Stunde länger schlafen konnte.“

Freut euch auf den zweiten Teil unserer Reihe Home-Office – wir fragen Dropboxer, wie sie es schaffen, Privat- und Berufsleben im Home-Office zu trennen. 

 

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