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21. January 2019 — 4 Minuten Lesezeit

DAZN mischt etablierte Märkte der Medienbranche auf – mit Erfolg

Die moderne Sportberichterstattung steht am Wendepunkt. Die Sportarten sind zahlreich, Spiele finden zu Hunderten statt, aber es gibt nicht genug Kanäle, auf denen die Fans sie mitverfolgen können. Zudem ist es für viele Zuschauer zu teuer geworden, zu Hause Sport zu schauen. Für Unternehmen wie DAZN ist das die ideale Gelegenheit, den Markt mit einem Sport-Streamingdienst auf Abobasis aufzumischen.

DAZN hat durch den Erwerb exklusiver Übertragungsrechte in gerade einmal 30 Monaten Millionen an Abonnenten gewonnen. Derzeit ist das Unternehmen weltweit auf acht Märkten aktiv, steht kurz vor dem Markteintritt in Brasilien und plant, sich bis zum Jahr 2020 auf 20 Märkte zu vergrößern. Florian Diederichsen, Chief Technology Officer bei DAZN, hat uns erklärt, wie das Unternehmen so schnell wachsen konnte, und seine Vision für die Zukunft des Live-Sports mit uns geteilt.

Sport für die Fans

Laut der Studie 2017 PWC Sports Survey sind drei Faktoren ausschlaggebend für die Produktion und Distribution traditioneller Sportmedien: die Ausbreitung neuer Plattformen wie Over The Top (OTT) und der digitalen Medien, die Zunahme der mobilen Internetnutzung und eine Verschiebung der Vertriebsstrategien. DAZN hat aus allen dreien Kapital geschlagen.

Die von DAZN selbst entwickelte Plattform war ursprünglich dazu gedacht, Buchmachern über das Internet Zugang zum Sport zu bieten. Sie eignete sich jedoch auch für den direkten Vertrieb an Kunden – es fehlte nur der entscheidende Anstoß. Als die Preise traditioneller Anbieter stiegen und der Zugang zu ihrem Lieblingssport für die Fans immer teurer wurde, ergriff DAZN die Gelegenheit beim Schopf.

„Wir finden, dass die Fans ungerecht behandelt werden“, so Diederichsen. „Sie werden dazu verleitet, teure Verträge abzuschließen, und können dann doch nicht alle Spiele sehen, die sie interessieren. Wir haben DAZN auf den Markt gebracht, weil wir etwas anderes bieten wollten. Als rein digitale Plattform entfallen für uns viele Kosten der Live-Übertragung, sodass wir mit unserem Cloud-Streamingdienst genauso viele Kanäle bereitstellen können, wie Spiele laufen. Solange wir über die entsprechende Lizenzvereinbarung verfügen, können die Fans jedes Spiel auf unserer Plattform sehen.“

Ein Geschäftsmodell, das mitwächst

Die Bildauflösung im Sport-Livestream wird immer besser. Diederichsen ist daher der Meinung, dass nur OTT für die hochwertige Übertragung von Live-Sport geeignet ist, weil andere Sendetechnologien nicht über ausreichend Bandbreite verfügen. „Im Gegensatz zu den Sendern sind wir nicht auf veraltete Systeme angewiesen. Wir können Neuentwicklungen ausschöpfen, um die Kapazität und die Möglichkeiten unserer Plattform weiter zu verbessern. Unser Ziel ist es, unseren Zuschauern die bestmögliche Qualität zu liefern, egal, wo sie unseren Dienst nutzen.“

DAZN unterhält Zweigstellen in Europa, Japan und den USA und hat weltweit bereits Millionen von Abonnenten. Der Erfolg lässt sich auf die globale Verbreitung der Teams zurückführen. „Bei so viel Content, der aus der ganzen Welt kommt, sind wir auf Teams vor Ort angewiesen“, erklärt Diederichsen. „Sie helfen uns, die Anforderungen der jeweiligen Märkte zu verstehen und für uns und unsere Zuschauer richtig zu entscheiden. Wir bleiben immer so gut wie möglich vernetzt und vereinfachen unsere Arbeitsabläufe, indem wir die Produktion auf einige Knotenpunkte begrenzen.“

Eine Plattform für die Zukunft der Sportberichterstattung

„Es sieht immer mehr danach aus, dass die Zukunft der Sportberichterstattung im digitalen Bereich liegt. Streaming ist das Herzstück“, so Diederichsen. „Als Nächstes müssen die Anbieter sicherstellen, dass sie für die riesigen Zuschauerzahlen eines sportlichen Weltereignisses bereit sind.“

Einen Rat möchte Diederichsen anderen Streamingdiensten noch mitgeben, die den vorhandenen Markt aufmischen wollen: „Unterschätzen Sie nicht, wie wertvoll Technologie sein kann, um Ihr Publikum zu erreichen. Geben Sie sich nicht damit zufrieden, ‚das Mindeste‘ zu tun, sondern legen Sie immer noch eine Schippe drauf. Machen Sie sich mit den Gegebenheiten der einzelnen Märkte vertraut. Gute Informationen sind unersetzlich, ebenso wie das Verständnis dessen, was Ihre Zielgruppe in den jeweiligen Regionen interessiert.“

Weitere Geschichten über Technologie im Sport finden Sie unter „Sport“ in unserem Blog.

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